Aktien des US-Versicherers Progressive Corporation steigen, Gewinne ziehen an – Analyst:innen erwarten weiteres Kurspotenzial

Der US-Versicherer Progressive Corporation (PGR) rückte im Mai in den Fokus, nachdem kontinuierliche Kursgewinne und angehobene Analystenprognosen auf kurzfristiges Wachstum hindeuteten. Die Aktie stieg im vergangenen Monat um knapp 8 % und schlug damit die meisten Wettbewerber im Bereich Sach- und Unfallversicherung, blieb jedoch hinter dem breiteren S&P 500 zurück.

Marktanalyst:innen führen die verbesserten Gewinnerwartungen als Hauptgrund für den Aufwärtstrend an. Für Progressive werden Quartalsgewinne von rund 3,5 US-Dollar je Aktie prognostiziert – mehr als 30 % über dem Vorjahreswert.

Für das Gesamtjahr rechnen Expert:innen mit einem Gewinnanstieg von über 12 %, 2026 sollen – wenn auch geringere – weitere Zuwächse folgen. Die positiven Revisionen hoben das Zacks-Rating auf Platz 2 (Buy) an, ein Signal, das häufig kurzfristig orientierte Trader:innen und institutionelle Anleger:innen anzieht.

Robustes Umsatzwachstum und anhaltende Gewinnsteigerungen

Auch die Umsatzprognosen bleiben stark. Im zweiten Quartal sollen die Erlöse von Progressive mehr als 21 Milliarden US-Dollar erreichen – rund 18 % mehr als vor einem Jahr. Für 2025 rechnen Analyst:innen mit einem Jahresumsatz von etwa 87,5 Milliarden Dollar (81,5 Milliarden Euro), der 2026 weiter zulegen dürfte, da das Prämienvolumen wächst. Im jüngsten Quartalsbericht meldete das Unternehmen Einnahmen von über 20 Milliarden Dollar (18,6 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen leicht, während der Gewinn knapp darunter blieb.

Diese Dynamik setzte sich bis in den Herbst fort. In seiner jüngsten Quartalsmeldung von Oktober berichtete Progressive von einem deutlichen Gewinnanstieg, gestützt durch ein Plus von 10 % bei den gezeichneten Prämien und einer steigenden Nachfrage nach Kfz-Versicherungen in privaten wie gewerblichen Segmenten.

Die Combined Ratio von 89,5 % unterstreicht die anhaltende Profitabilität im Underwriting, dennoch geriet die Aktie nach der Veröffentlichung kurzzeitig unter Druck, weil Anleger:innen angesichts branchenweiter Regulierungssorgen vorsichtig reagierten. Progressive hat nun vier Quartale in Folge die Umsatzerwartungen übertroffen und beweist damit ein stabiles Underwriting und eine solide Preisgestaltung in den US-Märkten. Trotz des Wachstums wirkt die Aktie im Branchenvergleich eher angemessen bewertet und trägt bei Zacks lediglich eine mittelmäßige „C“-Bewertung.