Wie findet man Top-Trader?

Die Grundlage für den Erfolg beim Social Trading ist es, renditestrake und vielversprechende Top-Trader zu finden. Doch woran erkennen Anleger solche Signalgeber? Und sollte diesen direkt gefolgt werden? Die folgende Anleitung zeigt in vier einfachen Schritten, wie Follower ein renditestarkes und nachhaltig erfolgreiches Portfolio mit vielen Top-Tradern aufbauen.

Schritt 1: Analyse und Filterkriterien

Ganz grundsätzlich profitieren Follower davon, wenn ihre Social Trading Plattform möglichst groß ist. Je mehr Nutzern gefolgt werden kann, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich wirklich aussichtsreiche Kandidaten finden lassen. Zusätzlich sorgt der Anbieter der Plattform für die Bereitstellung der „Such-Infrastruktur“. Genauer gesagt stellt die Plattform Filteroptionen zur Verfügung, anhand derer sich die zahlreichen Signalgeber beurteilen und sortieren lassen:

  • Performance
  • Kapitaleinsatz
  • Erzielte Renditen
  • Gewinnquote
  • Maximale Verlusthöhe
  • Anzahl der Follower
  • Handelsstrategie
  • Anzahl der monatlichen Trades
  • Handelszeiten

Vor allem die Analyse der Performance und der Handelsstrategie ist von Bedeutung. Zunächst gilt natürlich, dass eine hohe Performance attraktiv erscheint. Aber: Follower müssen unbedingt analysieren, wie die Wertentwicklung zustande gekommen ist. Hat der Trader nur eine kurzfristige Glückssträhne gehabt? Haben sich einige Basiswerte bzw. der gesamte Markt gut entwickelt? Oder fährt der Top-Trader eine überlegene Strategie?

Nur wenn die Strategie den Ausschlag für eine gute Performance gibt, sollte dem Trader gefolgt werden. Dabei gilt es aber auch zu beachten, wie risikoreich der Top-Trader agiert. Von risikoreichen Akteuren ist natürlich nicht direkt abzuraten, das Risiko sollte nur durch einige „sichere“ Trader gedeckt werden.

Schritt 2: Beobachtung des Traders

Bei allen guten Social Trading Plattformen haben Trader die Möglichkeit, sich eine Watchlist anzulegen oder ein Demokonto zu nutzen. Per einfachem Klick wird der Signalgeber hier gespeichert, ohne dass der Follower schon aktiv Geld einsetzen muss. Alle Statusmeldungen, Kennzahlen und Positionseröffnungen der Trader werden jetzt in unserem Feed angezeigt. Bei einigen Plattformen ist es sogar möglich, jetzt mit dem Top-Trader persönlich Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren.

In unserer Watchlist befinden sich immer zwischen 5 und 10 Tradern, denen wir bereits seit einigen Wochen oder Monaten folgen. So kann laufend beurteilt werden, welcher der Trader sich auch in der Praxis als vielversprechend herausstellt. Denn nicht immer sind die in Schritt 1 durchgeführten Analysen wirklich treffsicher. Teilweise ändern Top-Trader ihre Strategien auch, was vorher natürlich schwer einzuplanen ist. Durch das unverbindliche Folgen wird deutlich, ob sich ein Kopieren mit echtem Geld lohnt.

Schritt 3: Dem Trader folgen

Nach dieser Testphase ist es dann an der Zeit, den Trader wirklich aktiv zu kopieren. Per einfachem Mausklick auf „Folgen“ ist es möglich, der Social Trading Plattform einen entsprechenden Auftrag zu erteilen. Follower haben die Möglichkeit, einen bestimmten Betrag in den jeweiligen Trader zu investieren. Teilweise kann sich die Einsatzhöhe auch prozentual an dem Wert bemessen, den der Signalgeber für jede Position verwendet.

Wichtig: Anleger sollten nie nur einem einzigen Trader folgen. Das persönliche Portfolio sollte aus mindestens fünf, besser zehn verschiedenen Signalgebern bestehen. Andernfalls ist der Follower zu stark abhängig von den Entscheidungen eines einzelnen Top-Traders. Verkalkuliert sich dieser, ist gleich das komplette eigene Kapital in Gefahr. Streuen Anleger ihr Geld hingegen auf mehrere Signalgeber, wirken sich individuelle Fehler weniger stark aus.

Zusätzlich zur Streuung des Kapitals auf mehrere Top-Trader, sollte beim Folgen auch auf das eigentliche Risikomanagement geachtet werden. Dazu nutzen wir in der Regel einen Stopp Loss Orderzusatz. Sobald sich die Positionen eines Signalgebers zu stark im Minus befinden, schließt das System diese in unserem eigenen Account automatisch und verhindert so schlimmeres.

Schritt 4: Laufende Analyse

Einmal folgen und dann für alle Zeit Gewinne einstreichen? So läuft das beim Social Trading natürlich nicht. Genau wie wir beim herkömmlichen Handel unsere Positionen beobachten müssen, ist beim Social Trading von Zeit zu Zeit eine Analyse der Top-Trader notwendig. Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

  • Ist der Trader den Renditeerwartungen gerecht geworden?
  • Folgt der Signalgeber wirklich der erwarteten Strategie?
  • Passt die gesamte Portfoliozusammensetzung noch?
  • Gibt es andere Trader, die ins Portfolio aufgenommen werden sollten?
  • Wie aktiv hat der Top-Trader in der Vergangenheit gehandelt?

So werden dann beispielsweise „alte“ Trader aus dem Portfolio gestrichen und durch neue, vielversprechendere Signalgeber ersetzt. Das gilt nicht nur, wenn diese ganz einfach bessere Renditechancen bieten. Auch bei unerwünschten Änderungen der Zusammensetzung des Portfolios steuern Anleger am besten schnell gegen und tauschen Trader aus.

Fazit: Strukturiertes Vorgehen führt zum Top-Trader

Top-Trader zu finden ist vergleichsweise leicht. Zunächst müssen Follower natürlich ein Konto bei einer Social Trading Plattform eröffnen. Anschließend werden zahlreiche Filterkriterien dazu genutzt, die breite Masse an Top-Tradern einzugrenzen. Vor allem auf die Handelsstrategie und die Performance sollte bei der Analyse von Signalgebern geachtet werden. Danach wird den Tradern aber noch nicht aktiv gefolgt. Es empfiehlt sich, die vermeintlichen Top-Trader erst einige Wochen oder Monate in einer Watchlist zu beobachten. Besteht der Signalgeber auch diesen Praxistest, kann dann mit echtem Geld gefolgt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.