Tipps für erfolgreiches Social Trading

Social Trading ist der Trend überhaupt unter Tradern. Anleger kopieren hierbei ganz einfach die Positionen von erfahrenen Signalgebern, um von deren Fachwissen zu profitieren. Doch auch beim Social Trading stellt sich der Erfolg nicht von alleine ein. Follower müssen beispielsweise erstmal passende Signalgeber finden, denen gefolgt werden soll. Weitere, wichtige Tipps für erfolgreiches Social Trading enthält der folgende Ratgeber.

Wahl des Anbieters

Grundlegend für den Erfolg beim Social Trading ist die Wahl der Social Trading Plattform, über welche die innovative Art der Geldanlage betrieben wird. Besonders ist darauf zu achten, ob der Anbieter von einer Behörde reguliert wird. Handelt es sich nur um einen Technologieanbieter, der mit Partnerbrokern zusammenarbeitet, ist eine Regulierung aber nicht zwingend notwendig.

Möglichst großem Netzwerk beitreten

Social Trading lebt von der Community. Trader sollten sich daher möglich solchen Netzwerken anschließen, die breites vergleichsweise groß sind und über mehr als 100.000 Nutzer verfügen. Andernfalls ist es kaum möglich, gute Signalgeber und Strategien zu finden, die kopiert werden.

Bewertung des Signalgebers

Die Auswahl der Signalgeber ist das A und O beim Social Trading. Entsprechend viel Zeit sollten sich Trader nehmen, um andere Trader zu beurteilen. Die Basis für diese Einschätzung bildet dabei eine Analyse von handfesten Kennzahlen:

  • Performance
    Die Performance zeigt an, wie viel Rendite der Trader in einem bestimmten Zeitraum erwirtschaftet hat. Es empfiehlt sich, den Betrachtungszeitraum möglichst langfristig zu wählen.
  • Drawdown
    Anhand des maximalen Drawdowns können Trader ablesen, wie risikoreich der Trader handelt. Die Kennziffer zeigt den höchsten Verlust, den der Trader einstecken musste.
  • Anzahl Gewinner / Verlier
    Ebenfalls interessant ist die Auswertung der erfolgreichen und verlustreichen Positionen. Grundsätzlich gilt es, die Kennziffer ist Verhältnis zur Performance zu setzen. So ist ersichtlich, ob der Trader eher durch viele risikoarme oder wenige risikoreiche Positionen Rendite erwirtschaftet.
  • Follower
    Folgen einem Trader bereits viele andere Nutzer der Social Trading Plattform, deutet das daraufhin, dass es sich um einen guten Signalgeber handelt. Natürlich sollten sich Follower nie nur auf diese Kennzahl verlassen, doch wer erfolgreich tradet, verfügt fast zwangsläufig über viele Follower.

Selbst handeln

Trotz der vielen Vorteile des Social Tradings wünschen sich einige Trader, gleichzeitig auch selbst aktiv handeln zu können. Möglich ist das nur bei solchen Plattformen, die als herkömmlicher Broker tätig sind. Durch den eigenständigen Handel können Trader schnell hohe Lerneffekte erzielen und die Strategien der Profis noch besser nachvollziehen. Gleichzeitig ist es so möglich, für noch mehr Diversifikation im Portfolios zu sorgen.

Nur Echtgeld-Tradern folgen

Beim Social Trading können Signalgeber bei einigen Anbietern auch mit virtueller Währung handeln. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um ein positiv zu bewertendes Feature, denn auch die Follower können dann ein solches Demokonto nutzen. Aber: Gefolgt werden sollte immer nur solchen Anlegern, die mit echtem Geld traden. Andernfalls neigen die Signalgeber dazu, Positionen allzu leichtfertig und risikoreich zu eröffnen. Zwar kann das einige Zeit gutgehen, auf Dauer entstehen so aber meist Verluste.

Diversifikation und Risikomanagement

Essenziell für den Handelserfolg ist es, Risikomanagement zu betreiben. Natürlich funktioniert dies in erster Linie dadurch, dass Follower ihr Kapital breit auf verschiedene Signalgeber streuen. Schließlich wird so die Gefahr reduziert, dass Fehler eines einzelnen Traders gravierende Auswirkungen auf das eigene Portfolio haben. Doch nur die breite Streuung allein ist noch kein Garant für ein diversifiziertes Portfolio.

  • Warum hat der Top-Trader Rendite erzielt?
    Diese Frage sollte bei der Suche unbedingt beantwortet werden. Beispielsweise kann es sein, dass sich EUR/USD zuletzt stark entwickelt hat. Dann erzielen Trader, die mit diesem Basiswert handeln, natürlich eine bessere Performance als Rohstoff-Trader. Es ist aber nicht gesagt, dass sich EUR/USD auch in Zukunft weiter so stark entwickeln wird. Daher sollten Follower immer überprüfen, ob die Strategien des Traders oder doch besondere Marktumstände für die Performance gesorgt haben.
  • Wie hoch ist die Diversifikation im Portfolio tatsächlich?
    Nur weil mehreren Tradern gefolgt wird, sorgt das noch nicht für Diversifikation. Wenn zum Beispiel 10 Trader im Portfolio sind, die allesamt bevorzugt mit Gold handeln, ist dieses Portfolio stark von der Entwicklung des Goldkurses anhängig. Nach Möglichkeit sollten daher alle Signalgeber unterschiedliche Basiswerte bevorzugen und Strategien fahren.
  • Habe ich ein Stopp Loss gesetzt?
    Abgerundet wird das Risikomanagement dadurch, dass Follower sogenannte Orderzusätze verwenden. Es kann sich beispielsweise um das Stopp Loss handeln, über das sich Verluste begrenzen lassen. Fallen die Positionen eines Top-Traders um einen bestimmten Prozentsatz im Wert, schließt das System diese automatisch – unabhängig davon, ob der Signalgeber die Schließung veranlasst hat.

Fazit: Fundierte Analyse, Diversifikation und Wahl des Anbieters berücksichtigen

Der Erfolg beim Social Trading hängt vor allem davon ab, welchen Signalgebern gefolgt wird. Entsprechend viel Zeit für die Suche sollten sich Follower nehmen und insbesondere handfeste Kennzahlen wie die Performance oder den maximalen Drawdown analysieren. Dazu trägt auch die Wahl des Anbieters der Social Trading Plattform bei, denn sie stellt die Filteroptionen für Signalgeber zur Verfügung. Zudem ist es wichtig, Risikomanagement zu betreiben und das eigene Portfolios möglichst breit aufzubauen. So sind Follower weniger stark abhängig von der Performance einzelner Top-Trader.

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