Ratgeber: Wir haben wikifolio getestet! Das sind unsere Erfahrungen

wikifolio LogoWikifolio ist ein etwas anderer Anbieter für das Social Trading. Das Ziel der Plattform ist es nicht, zwischen Signalgebern und Followern zu vermitteln. Vielmehr entwickeln die Nutzer gemeinsam Musterportfolios, die aus Aktien, ETFs oder anderen Finanzprodukten bestehen. Anschießend diskutiert die Community über diese Portfolios und verbessert sie. Der größte Vorteil bei wikifolio: Die besten Musterportfolios werden in Kooperation mit der deutschen Privatbank Lang & Schwarz als Zertifikate emittiert und können so kostengünstig gehandelt werden. Weitere, wichtige wikifolio Erfahrungen finden Anleger in unserem objektiven Testbericht.

 

Die Social Trading Plattform wikifolio in der Übersicht

wikifolio im Überblick
Regulierung Keine, da kein Broker
Handelbare Finanzprodukte Zertifikate (über Partnerbroker)
Mindesteinzahlung Keine
Art des Anbieters Social Trading Plattform
Anzahl registrierter Nutzer Über 10.000 erstellte wikifolios
Support E-Mail, Telefonhotline, Livechat
Demokonto Nein
 

Hintergrund: Sicherheit, Regulierung und Unternehmensgeschichte

Wikifolio Homepage

Die Homepage von Wikifolio

Wikifolio wurde erst im Jahr 2014 gegründet, hat sich seitdem aber zu einer der führenden Social Trading Plattformen in Deutschland entwickelt. Das mag auch daran liegen, dass das Unternehmen seinen Hauptsitz in Wien und eine Zweigniederlassung in Frankfurt hat. Ziel war es von Anfang an, das Social Trading zu revolutionieren und mit der Partnerbank Lang & Schwarz Zertifikate zu emittieren.

Eine direkte Regulierung findet bei wikifolio nicht statt, weil das Unternehmen kein Broker ist. Trader zahlen bei wikifolio kein Geld ein und handeln auch nicht direkt mit Zertifikaten. Auch die Emission der Finanzprodukte wird nicht von wikifolio, sondern der bereits erwähnten Partnerbank Lang & Schwarz durchgeführt. Das Kreditinstitut kann aber natürlich eine anerkannte Bankenlizenz vorweisen und wird bereits seit 1996 von der deutschen BaFin reguliert.

 

Die wikifolio Erfahrungen mit der Handelsplattform

Bei wikifolio geht es also nicht darum, Top-Trader zu finden. Dennoch steht eine Suchfunktion im Mittelpunkt der Handelsplattform. Über diese werden besonders renditestarke Musterportfolios gefunden, die von der Community bzw. einzelnen Mitgliedern erstellt wurden. Prinzipiell läuft die Suche immer nach folgendem Muster ab:

  1. Zunächst können Trader auswählen, von wem die wikifolios erstellt worden sind. Der Großteil stammt direkt aus der Community, aber auch einige bekannte Vermögensverwalter nutzen wikifolio mittlerweile.
  2. Danach bietet die Plattform zahlreiche Filtermöglichkeiten an, die den Inhalt der wikifolios betreffen. Beispielsweise können Trader einstellen, aus welchen Märkten die Finanzprodukte des Portfolios stammen sollen. Zudem sind weitere Kriterien wie das Rendite-Risiko-Verhältnis, der Handelsstil oder Qualitätsmerkmale auswählbar. So können Trader die über 10.000 wikifolios ihrem eigenen Anlagehorizont entsprechend filtern.
  3. Anschließend listet die Software alle wikifolios auf, die die ausgewählten Suchkriterien erfüllen. Durch die übersichtliche Auflistung finden Anleger schnell alle wichtigen Informationen zu den Musterportfolios. Im Mittelpunkt steht hierbei ein Chart, aber auch der maximale Verlust, die aktuelle Performance, das Erstellungsdatum und Qualitätsmerkmale sind einsehbar. Als Qualitätsmerkmal gilt beispielsweise, wenn der Ersteller des Portfolios schon viele erfolgreiche wikifolios konzipiert hat oder das zugehörige Zertifikat häufig gekauft wurde.
  4. Genauere Informationen zu den Portfolios finden Trader per einfachem Mausklick auf den Namen des wikifolios. Unter dem Aspekt „Handelsidee“ kann der Ersteller genau darlegen, was das Ziel des Portfolios ist und warum welche Finanzprodukte aufgenommen wurden. Ebenfalls einsehbar ist die genaue Zusammensetzung inklusive der bisherigen Wertentwicklung. So ist ersichtlich, ob sich das komplette Portfolios gut entwickelt oder ob der Erfolg auf einigen wenigen Werten basiert. Kleines Manko: Bisher geht die Tendenz bei wikifolio klar dazu, dass sehr spekulative Portfolios erstellt und gehandelt werden. Defensive Anleger finden nur wenig Auswahl vor.
  5. Im fünften und letzten Schritt können Trader das wikifolio direkt kaufen – sofern es bereits als Zertifikat emittiert wurde. Die Social Trading Plattform gibt immer direkt an, bei welchen Brokern das Zertifikat verfügbar ist. Bekannte Partner sind beispielsweise die Sparkasse, comdirect, OnVista, die ING-DiBa oder flatex.

Wer die wikifolios nicht direkt kaufen möchte, kann die Zertifikate zunächst auch auf eine Watchlist setzen. Diese wird nicht bei einem Broker, sondern direkt bei wikifolio verwaltet.

So werden wikifolios gehandelt

Die Social Trading Plattform ermöglicht es also, Portfolios aus Aktien oder ETFs zu erstellen. Wer die Musterdepots handeln möchte, muss allerdings nicht jeden einzelnen Basiswert kaufen. Vielmehr emittiert wikifolio gemeinsam mit Lang & Schwarz Zertifikate, die an der Kursentwicklung aller Assets partizipieren. Das bietet Tradern eine Reihe von Vorteilen:

  • Zertifikate sind kostengünstige Produkte.
  • Das Kapital wird breit gestreut, weil sich die Zertifikate auf eine Reihe von Basiswerten beziehen.
  • Der Verwaltungsaufwand ist gering, weil nur ein Zertifikat und nicht zahlreiche Aktien erworben werden müssen.
  • Der Ersteller des wikifolios kann dieses jederzeit verändern und betreut das Zertifikat. Werden Umschichtungen vorgenommen, kostet das den Inhaber des Zertifikats keinen Cent. Im Prinzip kauft der Anleger also Anteile an einem aktiv gemanagten Fonds, ohne die hohen Preise hierfür zu zahlen.
 

Wikifolio Erfahrungen: Die Handelskonditionen für Trader

Bereits kurz erwähnt wurde, dass wikifolios sehr kostengünstig sind. Zusätzlich ist das Kostenmodell äußerst transparent und besteht praktisch nur aus drei verschiedenen Punkten:

  1. Zertifikate-Gebühr
    Natürlich kosten auch Zertifikate Geld. Es wird allerdings keine hohe Abschlussprovision fällig, wie es sie beispielswiese beim Fondskauf gibt. Vielmehr rechnet wikifolio ausschließlich eine jährliche Gebühr von 0,95 Prozent des investierten Kapitals ab.
  2. Performancegebühr
    Zusätzlich dazu erhalten auch die Ersteller der Portfolios eine Prämie. Allerdings bemisst sich diese ausschließlich an der vom Zertifikat erwirtschafteten Rendite. Zwischen 5 und 30 Prozent müssen Anleger bezahlen, wenn sich das Portfolio gut entwickelt.
  3. Ordergebühren
    Zusätzlich erhebt der Broker, über den das Zertifikat gehandelt wird, eine kleine Gebühr für den Verkauf des Finanzprodukts. Wie hoch dieses ausfällt, wird jeweils vor dem Kauf klar ausgewiesen und unterscheidet sich von Bank zu Bank.

Positiv fällt auf, dass sich die Performancegebühr immer auf das Allzeithoch eines Zertifikats bezieht. Ein Beispiel:

Alle wikifolios werden auf einen Wert von 100 genormt. Ein betrachtetes Zertifikat erreiche jetzt ein neues Allzeithoch, das bei 105 liege. Der Trader zahlt nach einem Jahr eine Gebühr von 10 Prozent, die sich am erzielten Gewinn von 5 Punkten pro Zertifikat bemisst. Im zweiten Jahr fällt der Wert wieder auf 100 zurück. Somit entstehen keine Kosten, schließlich hat das Portfolio keine Rendite erwirtschaftet. Im Folgejahr schafft es das Zertifikat, wieder auf 105 Punkte zu klettern. Aber: Der Anleger zahlt trotzdem keinen Cent Performance-Gebühr, weil der Kurs von 105 kein neues Allzeithoch darstellt.

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Support, Service und Sonderleistungen bei wikifolio

Der Fokus von wikifolio liegt klar darauf, Nutzer bei der Suche nach Portfolios zu unterstützen. Das wird durch stetige und vor allem sinnvolle Erweiterungen der Handelsplattform gewährleistet. Hingegen findet keine Anlageberatung im klassischen Sinne statt. Dennoch ist das Unternehmen für seine Kunden bei Problemen erreichbar:

  • Livechat
  • E-Mail
  • Telefon

Weil es sich bei wikifolio um ein österreichisches Unternehmen handelt, spricht das komplette Supportteam Deutsch.

Weitere Sonderleistungen existieren bei wikifolio allerdings nicht – sie werden jedoch auch nicht benötigt. Es gibt keinen Bonus, weil das Unternehmen kein klassischer Broker ist. Es existiert kein Schulungsangebot, weil Anleger vorgefertigte Musterportfolios handeln. Und es wird kein Demokonto benötigt, weil Trader die Zertifikate direkt in einer Watchlist beobachten können.

 

Fazit: Marktführer beim Social Trading

Vorteile Nachteile
+ Die größte deutschsprachige Social Trading Plattformen – Kein Demokonto, sondern nur eine Watchlist
+ Musterportfolios handelbar, die aus über 250.000 Finanzprodukten bestehen – Unter den Top-Portfolios finden sich vor allem spekulative Werte und kaum defensive Strategien
+ Keine Kosten für die Registrierung – Kein Depot im klassischen Sinne nutzbar
+ Kostengünstiger Handel mit Zertifikaten
+ Keine Rendite = keine Performancegebühr
+ Investment in breit gestreute Portfolios schon ab 100 Euro möglich

Wikifolio ist eine Social Trading Plattform der etwas anderen Art. Nutzer können über die einfach gestaltete Plattform Portfolios aus Aktien, ETFs und anderen Finanzprodukten finden, die von der Community erstellt wurden. Anschließend ist es möglich, diese Portfolios als kostengünstiges Zertifikat direkt zu handeln. Hierzu wird allerdings ein Konto bei einem Broker bzw. einer Bank benötigt, welche die von Lang & Schwarz emittierten Zertifikate auch wirklich anbietet.

wikifolio

wikifolio
8

Pros

  • größte deutschsprachige Social Trading Plattformen
  • Keine Kosten für die Registrierung
  • Investment in breit gestreute Portfolios schon ab 100 Euro möglich

Cons

  • Kein Demokonto
  • Kein Depot im klassischen Sinne nutzbar