Social-Trading-Plattformen.de – alles über Copytrading!

Das Internet hat mit dem Social Trading eine neue Form der Geldanlage hervorgebracht. Hierbei wird nicht mehr den Empfehlungen des teuren Bankberaters oder Fondsmanagers gefolgt, sondern auf kostenlose Tipps und Ratschläge aus der Community gehört. Diese Community trifft sich immer über eine Social Trading Plattform, wobei es mittlerweile zahlreiche gute Anbieter gibt. Die Software-Lösungen unterscheiden sich vor allem bezüglich der Möglichkeiten, wirklich gute Tipps bzw. erfahrene Anleger zu finden. Auch die handelbaren Finanzprodukte und die Benutzerfreundlichkeit ist nicht bei jeder der Social Trading Plattformen gleich. Für alle interessierten Follower ist es daher wichtig, die besten Anbieter der Plattformen miteinander zu vergleichen.

 

Übersicht der besten Social Trading Plattformen

AnbieterFinanzprodukteRegulierungMindesteinzahlungTestbericht 
eToro LogoCFDCySEC200 €eToro Erfahrungen
ayondo LogoCFDFCA1.000 €ayondo Erfahrungen
ZuluTrade LogoBinäre Optionen und
Forex (abhängig vom Broker)
abhängig vom Broker0 €ZuluTrade Erfahrungen
copyop logoBinäre OptionenCySEC250 €Copyop Erfahrungen
wikifolio LogoZertifikateKeine, da kein BrokerKein Konto notwendigwikifolio Erfahrungen
 

Was ist Social Trading?

Social Trading funktioniert im Prinzip so, wie die bekannten sozialen Netzwerke auch. Trader schließen sich einer Social Trading Plattform an und kommunizieren anschließend mit anderen Händlern. Untereinander werden Erfahrungen ausgetauscht, über Entwicklungen an den Finanzmärkten diskutiert und Trades geteilt. Besonders qualifizierten Tradern kann dabei sogar gefolgt werden. Dann kopiert das System automatisch alle Handelspositionen, die der Top-Trader ebenfalls erstellt. Wie Social Trading genau abläuft, soll die folgende Anleitung kurz zeigen:

  1. Trader entscheiden sich für einen Anbieter des Social Tradings und eröffnen ein Handelskonto.
  2. Auf der jeweiligen Social Trading Plattform ist es möglich, die anderen Händler nach einer Vielzahl von Kriterien zu filtern. Hierüber finden Follower schnell solche Trader, die besonders viel Rendite erzielen.
  3. Per einfachem Mausklick wird diesen Tradern gefolgt. Anders als bei Facebook, Instagram und Co. erhalten die Follower aber nicht nur Status-Updates oder Nachrichten. Vielmehr kopiert die Handelssoftware automatisch alle Trades, die der Signalgeber eingeht.
 

Die Social Trading Plattformen im Detail

  • eToro
    Mit über 4.500.000 Millionen Tradern gilt eToro als größter Anbieter für das Social Trading. Gehandelt werden CFDs auf Währungen, Rohstoffe, Indizes und Aktien, die allesamt über eine benutzerfreundliche und webbasierte Plattform verfügbar sind.
  • ZuluTrade
    Bereits im Jahr 2007 wurde ZuluTrade gegründet und ist damit einer der Vorreiter beim Social Trading. Das Unternehmen ist kein eigenständiger Broker, sondern kooperiert mit den namhaftesten Anbietern der Branche. Genau wie bei eToro, wird auch bei ZuluTrade mit CFDs auf unterschiedlichste Basiswerte gehandelt.
  • ayondo
    ayondo ist sowohl klassischer Broker als auch Social Trading Plattform. Das Unternehmen steht in direkter Konkurrenz zu ZuluTade und eToro, weil es ebenfalls CFDs als Handelsinstrument nutzt.
  • copyop
    Die Marke copyop wird von Ourboros betrieben, das unter anderem auch den Broker anyoption hervorgebracht hat. Gehandelt wird ausschließlich mit binären Optionen, die für zahlreiche Basiswerte zu Verfügung stehen.
  • wikifolio
    Das Unternehmen wikifolio geht einen etwas anderen Weg als die Konkurrenz. Trader erstellen hier eigene Portfolios aus Aktien, ETFs und anderen klassischen Finanzprodukten – sogenannte wikifolios. Diese werden von der Community analysiert und bewertet. Die besten wikifolios nehmen die Anlageexperten von wikifolio selbst unter die Lupe. Sofern die Portfolios für gut befunden werden, emittiert wikifolio sie in Kooperation mit der deutschen Privatbank Lang & Schwarz als Zertifikat. Diese können anschließend über herkömmliche Wertpapierdepots gekauft werden.
 

Die richtige Social Trading Plattform finden – worauf ist zu achten?

Genau wie bei herkömmlichen Aktienhandel auch, steht und fällt der Handelserfolg beim Social Trading maßgeblich mit der Wahl des Brokers bzw. der Social Trading Plattform. Anhand der folgenden Kriterien ist es möglich, denjenigen Anbieter zu finden, der den eigenen Wünschen und Zielen am besten gerecht wird:

  • Community
    Soziale Medien leben davon, dass sich möglichst viele Nutzer in der Community austauschen. Das ist beim Social Trading ebenfalls der Fall. Schließlich können Trader so auf eine Vielzahl von Signalgebern und unterschiedlichen Meinungen zurückgreifen, um anschließend eigene Handelsentscheidungen zu treffen bzw. Top-Tradern zu folgen. Entsprechend sollte darauf geachtet werden, dass die Community des Anbieters bereits über mehrere zehntausend, besser hunderttausend Nutzer verfügt.
  • Benutzerfreundlichkeit
    Beim Social Trading ist es wichtig, dass die eingesetzte Software leicht zu bedienen ist. Nach essenziellen Funktionen sollte nicht allzu lange gesucht werden müssen. Gerade, wenn mit Finanzderivaten (CFD, binäre Optionen) gehandelt wird, kommt es auf Schnelligkeit an. Binnen weniger Minuten können sich Kurse verändern, so dass zeitnah Entscheidungen getroffen werden müssen. Aber auch bei der Suche nach Top-Tradern ist es hilfreich, wenn die Social Trading Plattform viele und übersichtliche Filter anbietet.
  • Art der Plattform
    Es gibt einige Social Trading Plattformen, hinter denen eigentlich klassische Online-Broker stehen. Dann können Trader gleichzeitig auch auf herkömmlichen Wege handeln, ohne das Social Trading nutzen zu müssen. Andere Anbieter kooperieren mit klassischen Brokern. Dann werden die Positionen rein technisch und rechtlich nicht beim Social Trading Anbieter, sondern dem eigenen Broker ausgeführt. Wieder andere Plattformen dienen rein dem Austausch innerhalb der Community. Hier sind keinerlei Positionseröffnung möglich und auch das Followen ist meist nur eingeschränkt verfügbar.
 

Was wird beim Social Trading gehandelt? – Die Handelsinstrumente

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Social Trading Plattform bilden die Handelsinstrumente. Generell gilt, dass alle Anbieter auf Finanzderivate setzen und keine klassischen Finanzprodukte anbieten. Prinzipiell setzen die Social Trading Plattformen aber auf unterschiedliche Arten von Handelsinstrumenten. In der Praxis haben sich die großen Anbieter vor allem auf drei Kategorien von Finanzderivaten fokussiert:

Definition Finanzderivat: Ein Finanzderivat ist ein Finanzprodukt, das den Kursverlauf eines anderen Finanzproduktes abbildet. Beispielsweise kann sich der Wert eines Derivats an der Aktie eines Unternehmens orientieren. Das hat den Vorteil, dass der Besitzer des Derivats nicht direkt Teilhaber des Unternehmens ist. Derivate können daher deutlich kostengünstiger und unbürokratischer gehandelt werden als herkömmliche Wertpapiere. Zudem ist es möglich, auch auf Kursverluste der Basiswerte zu setzen und nicht nur von Kursanstiegen zu profitieren.

  • Binäre Optionen
    Bei Trading mit binären Optionen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Position ist im Geld oder sie ist nicht im Geld. Sofern sich der Kurs des Basiswerts so entwickelt, wie der Trader es prognostiziert hat, erhält der Händler eine vorher festgelegte Rendite. Es ist dabei irrelevant, ob sich der Kurs um 0,1 oder 100 Prozent in die prognostizierte Richtung entwickelt hat. Wenn sich der Basiswert nicht wie gewünscht entwickelt, ist das komplette Kapital verloren.
  • CFD
    Der Contract for Difference (CFD) orientiert sich hingegen exakt an der Entwicklung des Basiswerts. Mit einem Unterschied: Sowohl Gewinne als auch Verluste werden über einen Hebel multipliziert. Liegt der Hebel beispielsweise bei 1:100, werden alle Erträge mit dem Faktor 100 multipliziert.
  • Zertifikate
    Das Finanzprodukt funktioniert ähnlich wie ein CFD, wird in der Regel aber viel länger gehalten und ist mit einer festen Laufzeit ausgestattet. Zertifikate existieren in unterschiedlichsten Formen, sie gibt es sowohl mit als auch ohne Hebeleffekt.
 

Vor und Nachteile des Social Tradings

Der größte Vorteil des Social Tradings besteht darin, dass Anleger sich prinzipiell kostenlose Anlageberatung einholen können. Denn das Folgen ist – mit Ausnahme der üblichen Handelskosten – nicht mit Gebühren verbunden. Natürlich wird ein Entgelt für den Kauf von CFDs, binären Optionen, Zertifikaten oder anderen Finanzprodukten bezahlt. Dieses ist aber nicht höher, als wenn der Trader die Produkte eigenständig erwerben würde.

Zudem ist es möglich, sich mehr als nur eine Meinung einzuholen. Es wird nicht mehr dem einen Bankberater vertraut, sondern der breiten Masse. Vor allem vor dem Hintergrund der desaströsen Verluste und Fehlberatungen während der Finanzkrise 2008 ist das ein entscheidender Vorteil des Social Tradings.

Auch aus klassischer Anlageperspektive birgt Social Trading durchaus Vorteile. So wird das Kapital stark diversifiziert. Ein Beispiel: Der Anleger folgt insgesamt fünf Tradern und investiert sein Kapital praktisch in diese fünf Händler. Diese legen ihr Geld wiederum in jeweils zehn unterschiedliche Finanzprodukte an. Macht für den Follower ein Investment in insgesamt 50 Finanzprodukte aus, ohne dass hierfür ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand entstanden wäre. Beim klassischen Handel hätte der Trader jedes einzelne der 50 Finanzprodukte untersuchen und analysieren müssen. Dank des Social Tradings hat er sich nur über die fünf Trader an sich informieren müssen.

Der größte Vorteil des Social Tradings ist zugleich auch sein größter Nachteil: Es kann wirklich jedem Trader gefolgt werden. Wer sich hinter den Profilen verbirgt, ist aber nicht immer ersichtlich. Handelt es sich um einen Studenten, der gerade eine kurzfristige Glückssträhne hat, oder doch den erfahrenen Anlageexperten? Aufschluss hierüber können nur die Social Trading Anbieter selbst geben. Einige der Unternehmen beurteilen ihre Trader etwa anhand verschiedener Karrierestufen. Auch Kennzahlen wie der maximale Verlust, der Gewinn über die Zeit oder die Anzahl der Follower schaffen eine fundierte Grundlage für die Beurteilung der vermeintlichen Top-Trader.

Praxistipp:
Bei vielen Social Trading Plattformen werden standardmäßig die Top-Trader der vergangenen Tage oder Wochen auf der Startseite angezeigt. Anleger sollten sich allerdings nicht an diese kurzfristigen Statistiken halten. Es gilt, Trader zu finden, die bereits seit Monaten oder besser Jahren erfolgreich an den Märkten agieren. Das Verlustrisiko kann so deutlich gemindert werden, auch wenn ein genereller Ausschluss von Risiko natürlich nicht möglich ist.

Zudem sollte beachtet werden, dass alle großen Plattformen Finanzderivate anbieten. Diese bergen immer das Risiko eines Totalverlusts, das deutlich schneller eintreten kann als bei klassischen Anlageprodukten. Sollte sich der vermeintliche Top-Trader doch einmal verkalkuliert haben, können die Verluste den Wert des eigenen Portfolios stark mindern. Genau wie beim herkömmlichen Handel auch, hilft hier nur die Diversifikation des Kapitals.

Vorteile Nachteile
Nahezu kostenlose Anlageberatung Finanzderivate bergen ein vergleichsweise hohes Risiko
Viele Anbieter auf dem Markt verfügbar Prinzipiell kann sich jeder Trader als Signalgeber anmelden
Breite Streuung des Kapitals möglich
Über die Wahl der richtigen Social Trading Plattformen lassen sich Risiken beim Handel einschränken

Praxistipp: Social Trading bedeutet nicht, dass Trader sich nicht mehr über Finanzprodukte informieren müssen. Wer anderen Anlegern blind folgt, wird auf Dauer verlieren. Die Informationseinholung hat sich nur weg von klassischen Analysen hin auf genauere Untersuchungen der Trader verlagert. Wenn sich Follower intensiv und längerfristig mit den Signalgebern beschäftigen, wird das Risiko stark vermindert. Viele Social Trading Plattformen bieten beispielsweise Watchlisten an, über die anderen Tradern zunächst ohne Kapitaleinsatz gefolgt werden kann.

 

Unsere Erfahrungen mit Social Trading

Wir von Social Trading Plattformen haben das Copy Trading natürlich auch selbst detailliert ausprobiert. Überzeugt haben uns dabei vor allem die Lerneffekte, die wir auf allen Plattformen erzielen konnten. Vor allem durch den Austausch in der Community, wie er zum Beispiel bei wikifolio gefördert wird, haben wir neue Anregungen erhalten. Aber auch durch das bloße Beobachten von Top-Tradern entstehen einige „Aha-Momente“.

Zusätzlich zu den Lerneffekten haben wir natürlich auch gute Renditen erzielt, die ohne Social Trading kaum möglich gewesen wären. Teilweise finden sich im Netz aber allzu optimistische Werte, die zwischen 10 und 20 Prozent liegen – das ist unserer Erfahrung nach natürlich nicht möglich. Der Markt lässt sich dank des Social Tradings aber durchaus schlagen, sofern das Kapital wirklich breit gestreut wird.

Hilfreich ist unserer Social Trading Erfahrung nach, sich gleich auf mehreren Plattformen anzumelden. Diese sollten möglichst unterschiedliche Basiswerte und Finanzprodukte anbieten. Das erschwert zwar die Verwaltung der einzelnen Accounts etwas, kommt der Diversifikation aber stark zu Gute. In unserem Social Trading Portfolio finden sich so etwa Zertifikate, binäre Optionen und CFDs wieder. Die Basiswerte sind auf hunderte Märkte und unterschiedlichste Kategorien wie Indizes, Rohstoffe, Währungen, Aktien und Anleihen aufgeteilt.

Unser Expertentipp: Trader sollten sich unbedingt viel Zeit nehmen, passende Trader zu finden. Auch wenn das an dieser Stelle bereits erwähnt wurde, kann es nicht oft genug wiederholt werden. Unserer Meinung nach bieten sich hierfür vor allem Watchlists und Demokonten an. Wir testen vermeintliche Top-Trader hier erst immer für einige Wochen, bis wir wirklich mit realem Geld folgen. Die Kombination aus Kennzahlen-Analyse und längerer Beobachtung hat uns bisher die höchsten Renditen beschert.

 

Welche Plattform im Bereich Social Trading ist empfehlenswert?

Eine pauschale Empfehlung kann an dieser Stelle natürlich nicht gegeben werden. Vielmehr kommt es darauf an, was der Trader sich von einer Social Trading Plattform erhofft. Wer beispielsweise eigene Ideen mit anderen Anlegern diskutieren und ganze Portfolios zusammenstellen möchte, ist bei wikifolio gut aufgehoben. Wem es eher um das direkte Kopieren von Positionen geht, findet mit ZuluTrade, eToro und ayondo gute Alternativen auf dem Markt. Copyop unterscheidet sich wiederum von der Konkurrenz, in dem es mit binären Optionen ein weiteres Handelsinstrument anbietet.

Wichtig ist immer, dass der Anbieter über ein gewisses Renommee verfügt. Über die großen und in der Regel damit auch guten Social Trading Plattformen finden sich beispielsweise Berichte in bekannten Zeitschriften oder auf Fachportalen. Außerdem sind hier die Nutzerzahlen am größten, wovon Follower aufgrund der Auswahlmöglichkeiten profitieren.

 

Fragen zum Thema Social Trading?

Die wichtigste Fragen rund zum „sozialen Handel“ werden in unserem FAQ-Bereich behandelt:

 

Neues aus dem Trading-Bereich – in unserem Blog:

Interessante Artikel rund ums Trading gibt es in unserem Blog.

 

Videos der bekanntesten Plattformen: